Spanien - Costa Brava

Naturparks und Buchten an der Costa Brava

Spanien - Costa Brava

Die Costa Brave ist vielen Strandtouristen bekannt, und das Bild von der überbauten Küste und den grossen Hotelanlagen direkt am Strand hat jeder mal vor sich gehabt. Die Costa Brava bietet aber noch mehr und versteckt einige Perlen, die darauf warten entdeckt zu werden. Idealerweise bereist man diese Küste nicht in der vollen Hochsaison.

Naturpark Cap de Creus

Cap de CreusVon Roses an wird die Strasse in Richtung Cadaqués kurvig und führt durch eine felsige und zugleich auch grüne Landschaft. Wir befinden uns hier bereits im Naturpark Cap de Creus, der wie eine Halbinsel in das Mittelmeer vor der Costa Brava ragt.

Cadaqués ein schmucker Ferienort und mit dem Museum von Salvador Dali ist eine Besuch wert. Das Auto stellt man am einfachsten im Parking am Eingang des Städtchen ab, muss dafür aber einiges zahlen. Im Bereich des Strandes findet man viele Restaurants und Touristenshops. Grosse Hotelanlagen findet man hier nirgends.

Von Cadaqués geht es weiter bis zum Leuchtturm des Cap de Creus. Dort befindet sich ein Restaurant und eine Information über den Naturpark Cap de Creus. Mit etwas nachfragen bekamen wir ein wenig Kartenmaterial von verschiedenen Touren die man auf der Halbinseln unternehmen kann.

Cap de CreusWir haben uns für die Tour 17 über Tudela zu der Cala Culip entschieden. Etwa zwei Kilometer vor dem Leuchtturm biegt eine Strasse links zu einem Parkplatz ab. Zu unser Zeit war hier die Schranke geschlossen und wir mussten den Waagen weiter oben an der Strasse parkieren. Vom offiziellen Parkplatz aus führt eine schmale betonierte Strasse hinunter zum Meer. Anfangs waren wir vom Weg etwas enttäuscht, die atemberaubende Aussicht und die Felsformationen die einem Adler, Löwe oder Bären glichen, lies uns das aber gleich vergessen. Die Felsen sind hier durch die Erosion der starken Tramuntana Winde geformt. Das Gestein besteht aus vielen verschieden Schichten, was zu skurrilen Gesteinsformen führte.

Cap de CreusAm Ende des Weges findet man ein alter Hafen mit einem kleine Kieselstrand. Wir laufen noch über den Hügel zur nächsten Bucht, die noch eine kleine Hütte mit einem Vordach besitzt. Ideal in der Mittagssonne um etwas Schatten zu bekommen. Trotz starkem Wind, wärmt die Sonne zum Teil schon stark. Wir badeten hier in der Bucht und verweilten einige Zeit an diesem gemütlichen Ort.

Naturpark Aiguamolls de l’Empordà

Aiguamolls de l’EmpordàDer Naturpark Aiguamolls de l’Empordà gehört für uns wahrscheinlich zu dem schönsten und erlebnisreichsten Naturreservate die wir bisher besucht haben. Beim Besucherzentrum befindet sich der Parkplatz für den man 5 Euro pro Tag bezahlt. Das Ausfahrtsticket kann man beim Besucherzentrum lösen. Der Preis lohnt sich und bezahlt man gerne für das was einem im Naturpark erwartet.

Seit 1983 steht das Feuchtgebiet das durch die beiden Flüsse Fluvià und La Muga in der Region Empordà entstanden ist unter Naturschutz und entkam 1976 nur knapp dem geplanten Bauvorhaben eines Yachthafens, was die ganze Landschaft trocken gelegt hätte.

Aiguamolls de l’EmpordàBeim Besucherzentrum kann man ebenfalls eine Karte und viele Informationen zu der Tierwelt im und rundum das Reservat erhalten. Im Park befinden sich zahlreiche Beobachtungshütten mit Infotafeln zu Tier und Fauna die hier zu finden sind. Dazu reicht einen Feldstecher und etwas Geduld, denn meistens sieht man nicht auf Anhieb was hier alles lebt. Wir konnten lange nicht alle Tier- und Vogelarten in einem Tag sehen, dafür hatten wir zu wenig Zeit eingerechnet und als es dann langsam dunkel wurde, zeigte sich der Park nochmals von einer anderen Seite und wir konnten den Ort kaum verlassen. Anhand von Informationen die wir gesammelt haben, versuchten wir einige Tiere zusammenzutragen welche wir an diesem Tag gesichtet haben:

Aiguamolls de l’Empordà

Art Familie
Rohrweihe Habichtartige
Kormorane Kormorane
Seidenreiher Reiher
Graureiher Reiher
Purpurreiher Reiher

Weissstorch

Störche
Stelzenläufer Säbelschnäbler
Rauchschwalbe Schwalbe
Schafstelze Stelzen und Pieper
Nutria Stachelratten
Haubentaucher Lappentaucher

Daneben haben wir diverse Enten und Singvögel gesehen, die wir anhand ihrer Größe, Flinkheit und unseren Kenntnissen nicht oder nur schwer zuordnen konnten. Wir verbrachten bis nach Sonnenuntergang im Park und beobachtet Tiere wie Rehe die sich gegen Abend zeigten.

Buchten und Strände an der Costa Brava

Zwischen Tossa de Mar und Sant Feliu de Guixols führt eine kurvenreiche Strasse an der Küsten entlang mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meer. An vielen Orten findet man kleine Buchten und Strände die man von der Strasse aus in wenigen Gehminuten erreichen kann.

Die Cala Bona ist einer der kleineren Bucht die mehrheitlich mit einem Restaurant überbaut ist. Die türkis Wasserfarbe macht diese Bucht malerisch, für das länger verweilen oder baden sind wir zu Fuss zur nächsten Bucht gegangen. An die Gala Pola grenzt ein Campingplatz, ist aber frei zugänglich für alle. Eine schöne Badebucht die in der Nebensaison nicht viele Leute hat und mit dem Campingrestaurant eine Verpflegungsmöglichkeit bietet.

Cala FutaderaDie Gala Giverola liegt ebenfalls an einem Campingplatz an dem es aber deutlich lauter zu und her geht. Die eigene Musik sorgt hier den ganzen Tag für Unterhaltung. Durch einen kurzen Tunnel gelangt man an den seitlichen Kieselstrand etwas ab vom Rummel.

Nicht viel weiter von hier auf der anderen Seite des Felsen befindet sich die Cala Futadera, für uns einer der schönsten und natürlichen Buchten. Der Abstieg erfolgt über einen schmale Treppe und ein kurzes Stück durch das Wasser. Die Bucht hat durch ihre Lage bereits früh am Nachmittag etwas Schatten geboten um nicht voll in der Hitze liegen zu müssen.