Portugal

Durch das Weingebiet zu den malerischen Buchten der Algarven

Portugal

Zu den bekannten Orten von Portugal gehören Porto und Lissabon sowie für viel Strandurlauber und Surfer sind die Algarven im Süden einen Begriff. Es gibt aber noch weit mehr in Portugal zu entdecken. So haben wir unsere Reise in Porto begonnen und sind durch das Land in den Süden gereist.

Portugal ist das westlichste Land des europäischen Festlandes und im Norden und Osten grenzt Spanien an das Land. Im Süden und Westen liegt der atlantische Ozean. Durch die Serra da Estrêla und dem Fluss Tejo wird das Land in den hügligen Norden und den flachen atlantischen Süden unterteilt.

Porto

Porto gilt als einer der ältesten Städte Portugals und liegt am Fluss Douro der in der spanischen Provinz Soria entspringt und hier in Porto in den atlantischen Ozean mündet. Wir sind am Flughafen in Porto angekommen, von wo aus man die Stadt mit der U-Bahn in ca. 20min erreichen kann. Das Hotel Quality Inn Portus Cale ist nicht ganz zentral, dafür etwas kostengünstiger und die Ribeira ist in ca. 30min. zu Fuss zu erreichen.

PortoUnsere heutige Tour führt uns vorbei am Casa da Música. Die Konzerthalle sticht durch seine architektonische Bauweise hervor. Daneben befindet sich wahrscheinlich einer der schöneren Kreisel der Rotunda da Boavista mit einer begrünten Fläche und einem Denkmal das an den Soldaten Joaquim Augusto Mouzinho de Albuquerque der in Afrika kämpfte erinnert. Etwas weiter Richtung Fluss befindet sich der Jardins do Palácio de Cristal ein schöner Park mit Sicht auf den Douro und das gegenüber liegende Ufer.

Vom Garten laufen wir via Jardim do Carregal Richtung der historischen Altstadt und kehren beim Bufete Santo António für eine Verstärkung ein. Wir wollten den Turm der Igreja dos Clérigos besteigen, die Wartezeit dafür war aber solang das wir uns entschieden weiterzugehen. Die Livraria Lello & Irmão sahen wir von aussen, welche zur Geschichte von Harry Potter beigetragen hat.

Um an das Südufer des Douro zu gelangen wo die Portweinkeller sind, liefen wir am Cais da Ribeira entlang und überquerten die Ponte Luís I im unteren Teil wo die Autos die Brücke überqueren. Auf dem oberen Teil der Brücke fährt die U-Bahn. Nicht zu verpassen ist auch eine Citytour mit dem alten Tram durch Porto. Hier gibt es drei Linien (Passeio Alegre–Infante, Massarelos–Carmo, Carmo–Batalha) welche durch die Stadt fahren und einem frühere Zeiten näher bringen.

Dourotal und Peso da Régua

DouroVon Porto ging die Reise weiter entlang des Douro. Wir haben bewusst die Strasse entlang des Flusses gewählt, und immer wieder belohnt sich das durch imposante Ausblicke auf das Flusstal. Wir Übernachten in einem Weingut dem Casa das Torres de Oliveira etwas oberhalb von Peso da Régua. Das Haus ist zur Sommersaison geöffnet und liegt mitten in den Weinbergen. Ebenfalls schöne Sicht auf das Dourotal kann man beim Essen im Restaurante Varanda da Régua geniessen. In Peso da Régua selbst gibt es einige Restaurants und Shops, sowie ein wöchentlicher Markt. Viele Schiffe legen am Hafen an oder es werden Tagesausflüge auf dem Douro angeboten.

Beira Alta und Serra da Estrela

Nun geht es vom Dourotal weiter auf der N226 durch die Beira Alta. Kurz nach Benvende biegt eine kleine Strasse M583 zum Fluss Rio Tavora ab. Bei einer kleine Brücke kann man parkieren und die Flusslandschaft geniessen. Im Sommer fliesst hier nur wenig Wasser und ist grösste Teils ausgetrocknet. Die Weiterfahrt führt uns an den Fuss der Serra da Estrela. Von Seia geht es nun hoch vorbei am Stausee Lagoa Comprida in Richtung Capela da Tore dem höchsten Punkt Portugals auf 1993 müM. Serra da EstrelaEine wunderschöne Sicht bietet sich von hier oben über das portugiesische Festland und im Winter lässt sich es sich hier oben Skifahren, dafür stehe vier Skilifte zur Verfügung. Informationen dazu finden sich auf der Homepage von Ski Serra da Estrela. Die Weiterfahrt auf der N338 Richtung Westen ist ebenso kurvenreich und führt uns bis zu der Pousada Serra da Estrela wo wir für zwei Nächte bleiben. In der höheren Region der Serra da Estrela wachsen Ginster und Heidekraut, etwas tiefer unterhalb der Baumgrenze findet man Eichenwälder und Kastanien. Beim Poco Do Inferno findet man eine kleine Rundwanderweg, welche einem Rund um den Wasserfall führt. Die Route führt zuerst steil hoch über Felsen, wobei der zweite Teil eher vom Wald geprägt ist.

Estremoz

Castelo de VideDie Reise führt uns weiter Richtung Süden via dem schönen Städtchen Castelo de Vide, dem wir einen kurzen Besuch abstatten. An diesem Tag war es relativ heiss und wir waren froh als die Häuser in den Gassen etwas Schatten und kühle spendeten. Die Burg von Castelo de Vide sieht man von weitem, welche bis heute ihre mittelalterliche Struktur behalten hat. Unser heutiges Ziel die Marmorstadt Estremoz erreichten wir gegen Abend. Viele der Häuser sind aus feinstem Marmor erbaut, ein Luxus den man sich hier mit den vielen Marmorsteinbrüchen in der Umgebung leisten kann. Von dem Burgturm des Palastes welcher der König Dinis für seine angetraute Isabel von Aragon bauen liess, geniesst man einen wunderschönen Ausblick. Der Palast selbst ist heute die Pousada da Rainha Santa Isabel. Daneben angrenzend ist die Capela Rainha Santa Isabel aus dem 18. Jh. Das ehemalige Gefägnis ist heute ein Restaurant Cadeia Quinhentista, welches durch seine dicke Mauern und Fenster mit Eisenstäben an die frühere Zeiten erinnert.

Durch Alentejo nach Zambujeira do Mar

KorkeicheVorbei an Korkeichen führt uns der Weg an die Westküste von Portugal. Korkeichen werden grössten teils in Alentejo und den Algarven angebaut. Der Baum braucht fast 30 Jahren bis dessen Rinde zum ersten mal geschält und hauptsächlich für die Produktion von Weinverschluss weiterverarbeitet werden kann. Die Portugiesen nennen den Kork "Sobreiro". Alle weitere zehn Jahren kann einen Baum danach geschält werden. Portugal produziert damit mehr als die Hälfte des Korkbedarfes weltweit.
Auf der Route kamen wir am Albufeira da Barragem de Odivelas vorbei, ein schöner Stausee an dem es sich lohnt einen kurzen Moment anzuhalten. Bei wenig Wasser erreicht man die kleinen Inselchen zu Fuss.
Auf dem Weg konnten wir per Zufall Mönchsgeier ganz in der nähe der Strasse entdecken. In Portugal soll es davon mehrer geben und gerade in der spät Sommerzeit können viele davon gesichtet werden.
Kurz vor Zamburjeira do Mar übernachteten wir im etwas abgelegenen aber hübschen Herdade Sardanito Da Frente mit einem kleinen dazugehörenden See. In Zambureira do Mar selbst fand das alljährliche Octopusfestival mit Musik und wie der Name werden einem in allen Restaurants Octopuse angeboten.

Surfstrände am Atlantik

Von Zamburjeira do Mar entlang an der Westküste in Richtung Süden kann man immer wieder abbiegen um an die Strände des Atlantiks zu gelangen. Viele dieser Strände sind beliebt bei Surfern. Bei Rogil führt die Strasse an den Praia do Vale dos Homens ein grosser Strand unterhalb von steil abfallenden Felsküsten.Praia do Vale dos Homens Vorbei am Praia do Monte Clérigo fahren wir weiter an den Praia da Arrifana. Der Praia da Arrifana gehört definitiv den Surfern. Hier sieht man nur ganz wenige die ohne Surfbrett zu diesem Strand hinunter gehen.
In Sagres konnten wir im Mareta View Boutique Bed & Breakfast mit Meeresblick übernachten. Ein einfach und schön geführtes B&B. Wer gerne Fisch isst, kann sich zum Hafen begehen und lässt sich im Restaurant A Tasca ein Teller frischer Fisch servieren.

Sagres

Sagres ist abgelegen und etwas anderes als der Rest der Algarven. Gewaltige Klippen und wellendes Meer prägen den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Die Kraft der Natur lässt sich an diesem Ort besonders gut erleben, sei es beim wandern, surfen oder einfach als Tagestourist. moenchsgeierBeim Monte da Cabranosa Birding Hotspot lassen sich besonders im Herbst viele Greifvögel wie Zwergadler, Geier und Falken beobachten. Wer einen gutes Fernglas dabei hat, kann die Vögel ganz nah beobachten.
Am Cabo de Sao Vicente beim Leuchtturm finden sich viele Touristen ein, welche an das südwestlichen Ende von Europa reisen wollen. Es lohnt sich hier aber trotzdem einen kurzen Besuch, besonders beim Sonnenuntergang.

Playa CastelejoEtwas nördlicher von Sagres befindet sich der Playa Castelejo, auch ein beliebter Surfstrand, Es lohnt sich aber auch ohne Surfbrett an diesen Strand zu kommen. Entweder man fährt direkt mit de Auto hin oder es bietet sich eine schöne Rundwanderung an, wenn man das Auto beim Furgoperfecto Vila do Bispo. Die Route ist gut beschrieben, will man aber an den Strand muss man die vorgegebene Route verlassen und auf dem Grat Richtung Strand laufen, danach folgt ein Abstieg zum Strand der nicht mehr einem Weg folgt.

Lagos und Umgebung

Lagos liegt an der westlichen Algarve und ist eines der Urlaubsziele vieler Touristen. Nebst Strände und einer gemütlichen Altstadt lassen sich in die Umgebung schöne Ausflüge machen. Viele Touristen besuchen die Ponte da Piedade, eine von vielen Felsformationen welche sich an der Küste vor Lagos bilden.

Von Lagos aus zieht sich der Strand in Richtung Osten bis zur Mündung des Ribeira de Odiáxere. Danach gelangt man zum Praia do Alvor. Hier lassen sich schöne Spaziergänge am Strand und über die dahinterliegenden Holzstege mit Sicht auf das Fluss Delta unternehmen.

Schwarzkehlchen maennchenEtwas weiter östlich in der nähe von Salzfeldern bei Quinta da Rocha sollen sich viele Vögel beobachten lassen. Wir biegen kurz vor dem Bahnhof Mexilhoeira Grande von der N125 ab und fahren etwas auf dem Landweg bis wir parkieren können. Zu Fuss und mit etwas Geduld sieht man hier viele Vögel. Flamingos konnten wir heute leider nicht beobachten.

Die roten Felsstrände

An der Praia da Falésia verwandelt sich die Küste in eine tief rote Farbe. Lehmerde, Kalkstein und Muscheln haben sich hier zu einem roten Sedimentgestein verfärbt. Wir wandern einige Zeit über die Felsen und geniessen immer wieder die Sicht über das Meer. Ebenfalls baden oder in einem Strandcafé die Aussicht geniessen lässt sich hier gut.

Lagoa dos SalgadosEtwas weiter an der Küste entlang befindet sich Strand Praia Grande de Pêra an dem sich schön baden lässt. Hinter der Düne unweit vom Parkplatz liegt ein kleines Naturschutzgebiet Lagoa dos Salgados eingebetet zwischen dem Golfplatz und dem Parkplatz. Hier konnten wir Flamingos, Silberreiher, Steinschrätzer und viele mehr sehen.