Korsika

Die grüne Insel im Mittelmeer

Korsika

Korsika auch die Insel der Schönheit genannt ist die viert grösste Mittelmeerinsel und besteht hauptsächlich aus Gebirgslandschaft. Das flachste Gebiet findet man im Osten der Insel mit den vielen Stränden, wobei im Westen die steilere Küste ist. Die höchste Erhebung der Insel liegt auf dem Monte Cinto mit 2706m.ü.M. Hier lässt sich die Bergwelt mit vielen Wanderungen entdecken, wobei eine der berühmtesten und schwierigsten Route der GR20 ist. Ein 170km langer Fernwanderweg, auf dem sich die atemberaubende Schönheit der Insel zu Fuss entdecken lässt.

Viele Touristen entdecken aber die 182 km lang, 83 km breite Insel mit dem Auto. Viele Passstraßen und schmale kurivige Strassen führen durch die wunderschöne immer grüne Insel. Viele Strände sind mit dem Auto erreichbar, aber auch einige nur mit Schiff.

L'Etang de Biguglia

Wir fahren an auf der D107 zwischen dem Meer und der Lagune Richtung Norden. Ab und zu erhält man einen kurzen Blick auf das Naturreservat. Die Fahrt verlangsamt sich für einen kurzen Moment, als eine Schafherde von den Hirten an der Strasse entlang getrieben wurden. Die Lagune steht seit 1994 unter Naturschutz kann auf geführten Touren besichtigt werden. Viele Zugvögel machen hier auf dem Weg von Europa nach Afrika halt. Bei Marana machen wir halt von wo aus man schön auf das Réserve Naturelle de l'Etang de Biguglia sieht. Parkieren kann man auf der Gegenseite, direkt am Meer wo wir auch gleich das erstmal auf unserer Reise im Meer baden. Das Wasser hier ist klar und mit dem sandigen Boden angenehm zum sich in den Wellen treiben lassen.

San Michele de Murato

San Michele de MuratoWir nehmen die D82 um auf die Westseite der Insel zu gelangen. Auf der Passhöhe kann man zur Kirche San Michele de Murato abbiegen, die im 13. Jh. der Epoche des pisanischen Romanik gebaut wurde. Die aus dunkelgrünen Serpentin und weißem Kalkstein gebaute Kirche, liegt auf einer Kuppe wo man weit in die umliegenden Täler sieht.

St-Florent

Die Hauptstadt der Region Nebbio besitzt einen großen Yachthafen. Von hier aus können zahlreiche Bootsausflüge unternommen werden, dabei auch zu den beiden Traumstränden Plage du Loto und Plage de Saleccia, Die Strände sind ebenfalls über eine Strasse durch die Désert des Agriates erreichbar, die aber nur mit 4x4 Fahrzeuge befahren werden kann. Wir haben uns für den Plage U Pezzu entschieden, der gleich von St-Florent aus erreichbar ist. Der Strand ist flachabfallend mit einem kleinen Inselchen, das in knietiefen Wasser erreicht werden kann.

Plage d'Olzo

Ein kleiner Kiestrand umgeben von Felsen, lohnt sich für einen kleinen Abstecher. Das Wasser ist hier in der Bucht ruhig. Eine kleine Bar und Vermietung von Kanus ist hier zu finden.

Patrimonio

Das Winzerdorf in der Nähe von St. Florant bildet das Zentrum des hier liegenden Weinanbaugebietes, welches mit dem A.O.C. Prädikat ausgezeichnet ist. Viele Winzer stellen ihren Wein in Kellern zum Kauf und Degustation aus. Von der Kirche aus sieht man weit über das Weinanbaugebiet. Wir übernachten im Hotel Du Vignalio einem kleineren Hotel mit einem Weinkeller.

Erbalunga

Turm - ErbalungaVon Bastia her fahren wir heute um das Cap Corse. Das kleine Fischerdorf Erbalunga ist einer des ersten Dörfer bei dem wir einen kurzen Halt machen. Das kleine Städtchen mit den Restaurants und dem Hafen lädt zum verweilen ein. Heute ist es zu heiß um lange an der Sonne zu flanieren und wir schauen uns den an der Spitze liegenden Genueserturm an und kaufen uns in der Bäckerei an der Straßenecke was zum Essen.

Turm Marine de Méria

Wir haben den Turm etwas erkundet, der aber nur äußerlich etwas saniert ist und schwer zugänglich ist. Von hier aus sieht man schön auf den Strand von Marine de Méria.

Baie de la Tamarone

Von Macinaggio führt eine 1km lange unbefestigte Strasse zum Strand in der Bucht von Tamarone. Der Sand hier ist weisslich und das Wasser klar. Für uns war dies einer der schönsten Strände welche wir auf Korsika gefunden haben.

Moulin Mattéi

Aussicht - Moulin MattéiDie Moulin Mattéi liegt am nordwestlichen Ende des Cap Corse und ist vollständig saniert. Vom Parkplatz aus erreicht man die Mühle in fünf Minuten zu Fuss und hat von hier oben einen wunderschönen Blick auf das Cap Corse, Bei klarem Wetter sieht man bis zum Festland.

Pino

Marine de ScaloIn Pino biegen wir ab und fahren eine steile Strasse zum Marine de Scalo hinunter. Die Strasse ist gut befestigt aber sehr eng, es lohnt sich aber trotzdem, wir finden dort ein kleinen Hafen mit Kieselstrand und einen etwas zerfallenen Genueserturm. Wir geniessen hier den Sonnenuntergang und baden direkt beim Hafen.

Canari

Schon etwas spät und beim eindunkeln fahren wir vom Cap Corse dem ligurischen Meer entlang Richtung Süden. In Canari machen wir Halt und kehren zum Nachtessen bei der L'Auberge du Chat qui pêche ein. Die Terrasse befindet sich visavis des Restaurants und bietet einen grossartigen Rundblick auf das Meer und die steil abfallende Küste.

Nonza

Strand NonzaNonza wollten wir unbedingt gesehen haben und da es am Tag zuvor nicht mehr gereicht hat, fahren wir heute nochmals von Patrimonio aus hin. Das kleine Bergdorf das direkt an der Küste auf 200müM. liegt ist vorallem durch seinen schwarzen Kieselstrand bekannt. Die Farbe kommt vom Schiefer und dem Asbest abbau aus früheren Zeit, welcher sich daneben befunden hat.

Nebst der Kirche in Nonza selbst, gibt es etwas unterhalb des Dorfes Richtung Süden eine alte zerfallene Kirche. Der Platz wird eigentlich nicht von vielen Touristen besucht, ist aber ein sehr historischer Platz und eignet sich auch gut für ein kurzes Bad im Meer.

Wir essen im Restaurant Boccafine und geniessen die Aussicht von der Terrasse auf die Küste des Cap Corse.

Anse de Peraiola

Anse de PeraiolaAls Alternative zu den Traumstrände der Désert des Agriates, bietet sich an der N1197 liegend der Strand an der Anse de Peraiola, den man mit einer kurzer Kletterpartie vom Parkplatz aus erreicht. Trotz Nebensaison finden sich hier schon einige Touristen ein. Auf dem Strand verteilt sich dies dann aber gut.

Lama

Fontaine du AghojlaDas Dorf liegt am Hang des Ostriconi Tal. Eine Strasse führt bis zum Parkplatz bei der Kirche. Von hier aus lassen sich Wanderungen auf die umliegenden Bergen machen, wie den Monte Astu mit einer Höhe von 1535m.ü.M. Die alte Quelle Fontaine du Aghojla findet man im oberen Teil des Dorfes. Hier haben wir dann auch die erste gelbgrüne Zornnatter in Korsika gesehen.

Venaco

VenacoVenaco haben wir für die nächsten drei Tagen als Übernachtungsort gewählt im Hotel U Palazzu einem kleinen schmucken Hotel mit einer schönen Frühstücksterasse. Das Restaurant Bar de la Place im Zentrum des Dorfes bietet Pizza und korsische Speisen.

Lac de Nino

Lac de NinoDer Parc Naturel Régional de Corse in der Region Haute Corse bietet sehr viel und wir haben uns heute für eine Wanderung zum Lac de Nino entschieden. Wir fahren die D84 in Richtung Col du Vergio am Fluss Golo entlang. Beim Office National des Forêts kann man parkieren, daneben befindet sich ein Waldseilpark. Von hier aus geht es zuerst ca. 1h auf einem guten Weg durch den Kieferwald. Dann wird der Weg etwas schwieriger und wir achten immer wieder auf die Wegmarkierung und die Steinmännchen, die uns den Weg zeigen. Von der Hütte an wird es dann steil und der Weg führt für die nächste Stunde steil über eine Gröllhalde den Berg hoch. Wir hatte Glück das heute nicht so heiss war und kamen so relativ gut vorwärts. Oben gibt es dann eine Stelle an der man kurz klettern muss, für das wird man aber dann gleich belohnt mit der wunderbaren Aussicht auf den Lac de Nino. Auf der Fläche am Seeufer weiden Pferde und Kühe.

Calacuccia

In Calacuccia machten wir Halt um im Casa Niulinca zu essen. Es gibt lokale Gerichte und die Bar wird von einheimischen gerne besucht. Das Dorf liegt auch am gleichnamigen Stausee Lac de Calacuccia

Ghisoni

Fium OrbuDas ehemalige Hirtendorf Ghisoni ist ein kleines Bergdorf, das im Winter auch ein Skiort ist. Von hier aus fahren wir zum Y-Baum welcher gleich unterhalb Ghisoni liegt, von wo aus wir an den Fluss Fium Orbu zu den bekannten Gumpen gelangen können. Die ausgeschliffenen Becken laden zum baden im kühlen Wasser ein. Von der Brücke oder weiter unten von einem Felsvorsprung kann man in die Becken springen. Jedoch sollte man immer sicher sein wie hoch der Wasserstand ist.

Mines de la Fiona

Mines de la FionaEtwas weiter unten von Ghisoni befindet sich eine verlassene Mine, welche nach dem 2.Weltkrieg geschlossen wurde. Hier wurde eins Blei und Zink abgebaut. Die Mine kann nicht offiziell besichtigt werden und es führt auch kein Wegweiser hin. Parkieren kann man bei der Brücke unterhalb des Kletterparks von Ghisoni. Interessant zu besichtigen sind die alten verrostete Maschinen, welche an die Zeit des Minenbetriebes erinnern.

Pont Genois d'Altiani

Pont Genois d'AltianiVon Venaco fahren wir der D143 entlang, bis zu einer Brücke wo die D43 abzweigt. Hier gibt es einen schönen Badeplatz in der Vecchio, wo wir bereits am Morgen im Fluss baden. Wir fahren weiter und nehmen die etwas schnellere Strasse N200, dabei treffen wir auf die Pont Genois d'Altiani, eine alte Genueserbrücke. aus dem 14.Jh. mit drei Bögen. Hier kann auch gut gebadet werden oder es befindet sich einen Picknick Platz mit Schatten am Ende der Brücke.

Pinarellu

Nördlich des Golfs von Porto Vecchio findet man den Strand von Pinarellu. Sicher einer der schöneren Strände Korsikas, umrandet mit den hier in der Region wachsenden Kiefern. Dahinter befindet sich das Padulatu Sumpfgebiet. Der Strand ist sehr feinkörnig und flach abfallend.

Bonifacio

BonifacioHeute haben wir für eine Nacht hoch über dem Meer auf den Kalkfelsen eine Nacht im Hotel Santateresa gebucht. Die Aussicht vom Zimmer aus war wunderschön und man sieht auf das 12km entfernte Sardinien. Bonifacio wird täglich von hunderten von Touristen überrennt und so haben wir uns bereits am nächsten morgen zur Scali di u rè d'Aragona (Treppe des Königs von Aragon) gemacht, die bis hinunter zum Meer führt. Die Geschichte erzählt, das die Treppe in einer Nacht zum erobern der Stadt gebaut wurde. Das kleine Städtchen hat viele Restaurants und Touristen Shops sowie einen Yachthafen im unteren Teil der Stadt.

Pont génois de Spin'a Cavallu

Pont génois de Spin'a CavalluDie aus dem 13.Jh. stammende Brücke überquert den Fluss Rizzanese und heißt soviel wie Eselsrücken. Etwas oberhalb der Brücke gibt es ein kleiner Sandstrand von wo man die Brücke sehr schön sieht.

Portigliolo

Strand PortiglioloDer Strand von Portigliolo ist mit seinen 4km einer der grösserer Strände und liegt am Golf von Valinco. Wir übernachten in den nächsten drei Tage direkt am Südende des Strandes in der Feriensiedlung U Livanti in einem kleinen Häusschen.

Zoza

Pont RizzaneseZoza ist ein kleines Bergdorf auf rund 200m.ü.M. Unterhalb des Dorfs fließt die Rizzanese mit einem kleinen Wasserfall und wenigen Badeplätze. Wir picknicken hier direkt am Fluss und schauten den Fischen im Fluss zu, wobei wir die Fischart noch nie gesehen habe, vermutlich waren das Bachschmerlen. Die Rizzanese entspringt im Reginonalen Naturpark Korsika und fliesst bei Portigliolo ins Meer.

Col de la Tana

Col de la TanaVon Aullene über die D420 schlängelt sich die Strasse Richtung Col de la Tana. Eine eindrückliche Aussicht findet man hier auf der Passhöhe wo wir kurz Halt machen. Das Gebiet muss vor einiger Zeit abgebrannt sein, den viele schwarze Bäume zeugen noch davon, wobei schon erstaunlich viel nachgewachsen ist.

Propriano

Plage de BaraciPropriano ist ein grössere Ort und wir wollen heute dort Abendessen. Von Olmeto herkommend, sehen wir bereits auf Propriano und den Plage de Baraci, den wir unbedingt davor noch aufsuchen wollen. Über eine unebene Strasse konnten wir direkt zum Strand fahren, wo es für wenig Fahrzeuge Platz hatte. Wir badeten im Meer bis die Sonne am Horizont unterging.

Campomoro

Torra Di CampomoroCampomoro ist ein kleiner Ferienort mit einem schönen Sandstrand. Wir wollen heute eine Wanderung machen rund um den Torra Di Campomoro. Im Dorf gibt es drei Parkplätze und im Gegensatz zu allen anderen Orten auf der Insel ist hier wild parken strengstens verboten. Wir hatten etwas Glück und fande nach kurzer Zeit einen offiziellen Parkplatz. Zuerst führt der Weg Richtung Turm und biegt dann ab nach unten an die Küste zu den geformten Tafonifelsen. Wir wandern einen Moment an der Küste entlang. Der Weg ist nicht sehr schwierig, jedoch die Temperaturen können hier in den windstillen Maggia anstrengend werden.

Pont Genoise d'abra

Pont Genoise d'abraDie im 16.Jh. gebaute Genueser Brücke überquert die Taravo und würde seiner Zeit mit Mauleseln überquert. Heute führt seit 2008 die neue Brücke der Schnellstrasse N196 über den Fluss.