Gran Canaria

Lange Sandstrände und grüne Bergen im ewigen Frühling

Gran Canaria

Westlich von Afrika liegen die kanarischen Inseln ca. 200km entfernt im Atlantik. Die Insel sind geologisch sehr jung und sind aus vulkanischem Ursprung, wobei bei den westlichsten Inseln in El Hierro immer noch Vulkanaktivitäten vorhanden sind und auch westlich davon neue Inseln durch Seamounts entstehen werden.

Schon Christoph Kolumbus nutzte die Inseln um seine Schiffe mit Proviant für die Reise nach Amerika zu füllen. Heute werden auf Gran Canaria verschiedes Obst und Gemüse angepflanzt. Exportschlager bleibt die kanarische Banane, gefolgt von der Tomate. Aber auch weitere Sorten, wie Orangen, Papayas, Mango und Avocados werden auf der Insel angepflanzt.

Für die meisten Touristen beginnt der Urlaub mit der Ankunft auf dem Flughafen von La Palma. Wir nehmen den Bus in Richtung Faro de Maspalomas. Bei der Fahrt über die GC-1 in Richtung Süden gleicht der erste Eindruck der Insel einer Mondlandschaft. Hier wächst nicht viel auf dem steinigen und trockenen Boden und viele Treibhäuser prägen das Landschaftsbild.

Dünen von Maspalomas

Dünen von MaspalomasGanz im Süden von Gran Canaria findet man eine wüstenähnliche Landschaft, welche an die Sahara erinnert die gegenüber auf dem afrikanischen Kontinent ist. Die Dünen wurden 1987 unter Naturschutz gestellt, nachdem sich die touristischen Bebauungen stark ausgebreitet haben. Einen weiteren kleine Teil rund um den La Charca darf nicht mehr betreten werden. Die Dünen selbst sind stetig in Bewegung und wandern jährlich durch die Winde bis zu fünf Meter landeinwärts. Vom Faro de Maspalomas kann man entlang des Strandes in Richtung Playa del Ingles wandern, sowie durch die Dünenlandschaft. Das wird man aber nicht ganz alleine machen, besonders am Strand entlang laufen ganze Karavanen an Spaziergängern.

Roque Nublo

Roque NubloEines der Wahrzeichen der Insel und auf vielen Bildern von Gran Canaria zu finden, der Roque Nublo mit einer Höhe von 1813m. Der Fels gehört in seiner Form zu den grössten weltweit und ragt auf seinem Sockel 80m in die Höhe. Vom Parkplatz aus führt ein gut ausgeschilderten und gepflegten Weg auf das Plateau. Der Weg wird von vielen Touristen begangen und gleicht einer Ameisenstrasse. Beim Rückweg kentschieden wir uns bei der Abzweigung Pass des Nublo für den längeren Weg, welcher durch einen Kieferwald rund um den Felsen führt. Auf dieser Route ist man praktisch nur noch alleine unterwegs und dabei konnten wir von unten Turmfalken beobachten, welche in einer Höhle am Felsen sassen. Zurück fuhren wir dann über die GC-605 in Richtung Morgan, vorbei am Stausee Embalse de la Cueva de las Niñas nach Süden. Die Strasse ist gerade im oberen Teil sehr kurvig und eng, aber einer der schönere Route entlang der Bergkette von Gran Canaria.

Morro de la Hierba Huerta

Morro de la Hierba HuertaHeute beschlossen wir nochmals in die Berge zu fahren an den Stausee Presa de Chira, und von dort aus auf den Morro de la Hierba Huerta zu laufen. Der Aufstieg dauert etwas 2h, da wir immer wieder Pausen machten und die Aussicht geniessten. Langsam näheren wir uns dem Bergspitz auf seinem Rücken und ahnten noch nichts von der spektakulären Aussicht die wir gleich haben werden. Der Bergspitz befindet sich auf einer Höhe von 1315m. Schon nur wegen der Aussicht in alle Richtungen lohnt es sich hier hoch zu laufen. Ebenfalls sieht man von hier aus auf Gran Canarias höchste Erhebung, den erloschene Vulkan Pico del Pozo de las Nieves mit einer Höhe von 1949m. Bei heissem Wetter sollte genügend Trinkwasser mitgenommen werden, die Bäume bieten hier nur wenig Schatten. Auf dem Rückweg konnten wir zwei Zwergadler beobachten und weiter unten Turmfalken bei der Jagd.

Caldera de Bandama

Caldera de BandamaDer vulkanisch Ursprung und die Geschichte dahinter fasziniert an den kanarischen Inseln. Sind auf den einten Inseln immer noch Erdbewegungen sichtbar, ist Gran Canaria eine Insel auf der alle Vulkane erloschen sind. Der Caldera de Bandama ist ein erschlossener Krater bei dem man tief in die Erdgeschichte einsteigen kann. Im ein Kilometer breiten Krater wurde lange Zeit Landwirtschaft betrieben bis es zum Naturreservat erklärt wurde. In den Krater führt ein Weg hinunter auf die Fläche, wie auch auf dem Kraterrand kann man den Krater umrunden.